Das P-Konto | Freibeträge

Nur wenn Ihr Gläubiger einen Vollstreckungsbescheid und somit einen Titel erwirkt hat, hat er verschiedene Möglichkeiten, um seine Forderungen einzutreiben. Eventuell hat ein Gläubiger bereits über die Vermögensauskunft Ihre Kontoverbindung erfahren. Dann erwirkt er einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, den Ihre kontoführende Bank erhält. Sie werden oftmals erst später davon benachrichtigt.

  • Ihr Konto wird gesperrt: Die Karte wird eingezogen, es werden keine Auszahlungen vorgenommen, Überweisungen und Daueraufträge sind nicht mehr möglich und wenn man nicht schnell handelt, wird das vollständige Guthaben an den pfändenden Gläubiger überwiesen.

ACHTUNG

1.178,59 EUR ist der Grundfreibetrag und wird nur nach der Umwandlung in ein P-Konto automatisch geschützt.

Der Grundfreibetrag und die Freibeträge für weitere Personen auf dem Pfändungsschutzkonto werden alle 2 Jahre vom Gesetzgeber angepasst. Die jetzige Periode ist 2019-2021.

  • Beantragen Sie die Umstellung Ihres Kontos in ein P-Konto bei Ihrer Bank. Die Bank / Sparkasse muss das Konto in ein P-Konto umstellen.
  • Sie haben dann sofort einen monatlichen Freibetrag von 1.178,59 €, über den Sie verfügen können.
  • Unterhaltspflichten = höhere Freibeträge, weitere wichtige Infos zur Anpassung erhalten Sie in unserer offenen Beratung (bitte vorher einen Termin verabreden)
  • Bei bestehendem Dispo auf Ihrem Girokonto oder wenn Sie ein höheres Gehalt erhalten als der Freibetrag, kommen Sie bitte erst in unsere offenen Beratung (bitte vorher einen Termin verabreden).
  • Auch bei Pfändungen durch „Öffentliche Gläubiger“ schützt nur das P-Konto.
  • Bei Besonderheiten fragen Sie bitte Ihre Schuldnerberatung.
  • Gemeinschaftskonten können nicht in ein P-Konto umgewandelt werden (in diesem Fall bitte erst ein Einzelkonto daraus machen lassen).
  • Jede/r darf nur ein einziges P-Konto haben. Dies wird in der Schufa vermerkt.
  • Sparbücher etc. können nicht umgewandelt werden und damit nicht vor einer Pfändung geschützt werden.
  • Ein P-Konto verhindert nicht die Pfändung, sondern schützt nur den Freibetrag.
  • Ist das Konto im Minus, suchen Sie bitte vor einer Umwandlung die (Link) offene Beratung einer anerkannten Schuldnerberatung auf.
  • Lastschriften, Daueraufträge, Abbuchungen Geldabhebungen müssen die Banken aus dem geschützten Freibetrag heraus ausführen. Es dürfen keine Einschränkungen zu bisherigen Serviceleistungen des Kontos geben.
  • Ein P-Konto darf nicht teurer sein als die bisherigen Kontoführungsgebühren.