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Was ist  

das Verbraucherinsolvenzverfahren?

Die meisten Gläubiger versuchen, mithilfe ihrer rechtskräftigen Urteile und Vollstreckungsbescheide, 30 Jahre lang immer wieder durch Zwangsvollstreckungen die Schulden einzuholen. In unserer Beratung wird versucht, eine außergerichtliche Einigung mit allen Gläubigern zu erreichen. Je nach finanziellen Möglichkeiten wird in Verhandlungen mit den Gläubigern geschaut, ob realistische und angemessene Einmalzahlungen, Teilzahlungen oder Ratenzahlungsvereinbarungen gefunden werden können. Wichtig ist, dass alle betroffenen Parteien mit der Lösung einverstanden sind. Sollte es zu Ablehnungen kommen, ist dieses Scheitern gleichzeitig die Voraussetzung, um beim Insolvenzgericht einen Antrag auf Verbraucherinsolvenz abzugeben. Hierbei unterstützen wir Sie ebenfalls. Durch ein Verbraucherinsolvenzverfahren mit anschließender R e s t s c h u l d - b e f r e i u n g  nach der Insolvenzordnung (InsO) bekommen Überschuldete die Möglichkeit, von ihren Schulden befreit zu werden. Sie stellen also mit unserer Hilfe einen 1. Antrag auf Insolvenzeröffnung (hier wird das möglicherweise vorhandene Vermögen verwertet) und einen 2. Antrag auf die Restschuldbefreiung  (am Ende des gesamten Verfahrens werden die restlichen Schulden erlassen, die Sie nicht zurück zahlen konnten, wenn Sie sich an die Verpflichtungen gehalten haben) und einen 3. Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten (durch das gerichtliche Verfahren entstehen Kosten). Hier in der Übersicht finden Sie die möglichen Wege:
Mail an:  schuldnerberatung@afgworknet.de -- -- -- -- -- -- -- -- -- Telefon:  040 - 209475-60 040 - 8550466-77

Die Verbraucherinsolvenz ist seit dem 01.Juli 2014 neu

geregelt:

W a s   ä n d e r t   s i c h ?

Ein außergerichtlicher Vergleich ist weiterhin notwendig. Die Unerstützung durch eine anerkannte Stelle (Schuldnerberatungsstelle) bzw. eine anerkannte Person (Rechtsanwalt) ist auch weiterhin notwendig, aufgrund der nun aber gesetzlich vorgeschriebenen persönlichen und ausführlichen Beratung werden es unseriöse Anbieter schwieriger haben. Die Verfahrenskostenstundung (das neue Insolvenzverfahren wird mindestens ca. € 2.500,- kosten, wobei diese vom Staat zunächst ausgelegt und während des Verfahrens, bei einem Einkommen oberhalb der Pfändungsfreigrenze, wieder ratenweise eingezogen werden) bleibt erhalten. Somit haben auch Menschen mit geringem Einkommen weiterhin die Chance auf ein schuldenfreies Leben.    die Anzahl bzw. der Umfang der Gründe, warum man an diesem Verfahren nicht teilnehmen kann bzw. später teilnehmen muss (Versagungsgründe), haben sich vergrößert. So muss man nun stärker die Erwerbsobliegenheit nachweisen und darf in den letzten drei Jahren vor der Eröffnung des Verfahrens keine unangemessene Verbindlichkeiten (z.B. Ratenkäufe trotz Vermögensauskunft) oder Vermögen verschwendet (z.B. Übertragung einer eigenen Versicherung auf eine andere Person) haben. Bisher konnten die Versagungsgründe nur persönlich bei einem Termin vor Gericht gestellt werden. Da dieses für viele Gläubiger umständlich und kostenintensiv war, kam es kaum zu Versagungsgründen und damit zu einer Verhinderung der Entschuldung. Ab dem 1. Juli können die Gläubiger diese Anträge nun schriftlich und auch während des gesamten Verfahrens stellen, warum ein redliches (ordentliches, korrektes) Verhalten noch wichtiger ist. Die „normale“ Laufzeit des Insolvenzverfahrens liegt weiterhin bei 6 Jahren. Sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, kann sich das Verfahren auf 5 bzw. 3 Jahre verkürzen. Werden die Verfahrenskosten (siehe oben) beglichen, erfolgt auf Antrag eine Verkürzung auf 5 Jahre. Sind 35 % der Forderungen sowie die Verfahrenskosten gedeckt, kann auf Antrag nach 3 Jahren das Verfahren beendet werden. Zu den ausgenommenen Forderungen (Geldstrafen / Geldbußen / Schadensersatzforderungen) kommen jetzt auch noch die vorsätzlich pflichtwidrigen Unterhaltsverpflichtungen und Steuerschulden aufgrund eines Steuerstrafverfahrens. Vorsätzlich pflichtwidrige Unterhaltsverpflichtungen entstehen dadurch, dass man nicht regelmäßig den Kontakt zum Jugendamt sucht bzw. nicht alles unternimmt um der Unterhaltspflicht nachzukommen (erhöhte Anstrengungen bezüglich der Arbeitsaufnahme). Steuerschulden, die aufgrund einer korrekten Einkommens- bzw. Umsatzsteuererklärung entstehen, sind weiter im Verfahren erfassbar. Um dem Schuldner / der Schuldnerin neben der außergerichtlichen Einigung mit den Gläubigern auch noch eine vergleichsweise Einigung im Insolvenzverfahren zu ermöglichen, ist nun auch in der Verbraucherinsolvenz ein Insolvenzplanverfahren möglich. Durch einen Insolvenzplan kann man unter bestimmten Voraussetzungen (alle Gläubiger bekannt / Einmalbetrag für Angebot vorhanden etc.) das Verfahren schnell und nachhaltig innerhalb des eröffneten Verfahrens (1. Jahr im Verfahren) beenden. Die einzelnen Schritte (Eröffnung des Verfahrens, Einstellung des Insolvenzverfahrens, die Versagung und der Widerruf der Restschuldbefreiung, die Erteilung der Restschuldbefreiung) werden nun ins Schuldnerverzeichnis eingetragen. Die Eintragungen ermöglichen der Schuldnerberatung, Menschen bei einem Neustart zu helfen, die schon mal aus dem Insolvenzverfahren ausgeschlossen wurden. Eine Straffrist beträgt nämlich nun nur noch 3 Jahre statt 10 Jahre. Darüber hinaus kam es bereits zum 01.10.2013 zu einer Änderung im Genossenschaftsgesetz, wodurch nun auch die Mitglieder von Genossenschaften in einer Insolvenz besser geschützt sind. Der Insolvenzverwalter darf nicht mehr alle Genossenschaftsanteile einziehen. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Änderungen hier nur sehr kurz und nicht vollständig dargestellt werden konnten.
Informationen zum  Verbaucherinsolvenz- verfahren Flyer A c h t u n g

Am Dienstag, 13.06.17

sind beide Büros

geschlossen